nächster Ferienkonvent: 28. 7. bis 4. 8. 2017,  im Ev. Rüstzeitheim Schmannewitz. Anfragen bzw. Anmeldung bei: Gudrun Gebauer, Pulsnitzer Str.10, 01099 Dresden

nächster Regionalkonvent Süd:  Anfragen bei Harald Losch, Hauptstraße 8, 88481 Balzheim.

nächster Arbeitskonvent Mitte: 6. bis 9. Februar 2017,  im Diakonissenhaus Dresden, Anmeldungen bei Dr. theol. Friedrich Jacob, Diakonissenweg 5, 01099 Dresden

Herzliche Einladung zu einem Urlaub anderer Art

Was wünschen wir uns von den Ferien? Doch auf alle Fälle, dass da unser gewohnter Alttag nicht einfach weitergeht. Vielmehr soll unser Leben anders sein, vielleicht besonders abenteuerlich, vielleicht besonders ruhig, auf alle Fälle anders als sonst. Eine besondere Möglichkeit, den Urlaub- genauer eine Woche des Urlaubs- anders zu verbringen, ist der alljährliche Ferienkonvent im Rüstzeitheim Schmannewitz.

Vorbild des Konventes ist das Leben der Mönche in den Klöstern des Mittelalters. Natürlich üben wir das gemeinsame Leben. Wir wohnen und schlafen im Rüstzeitheim und halten die Mahlzeiten gemeinsam. Das Besondere ist: unser Tagesablauf. Er ist geprägt von gemeinsamen Gottesdiensten, sogenannten Stundengebeten, wie sie auch in den Klöstern gehalten werden.

Wir beginnen früh mit dem Morgenlob, den Laudes. Mittags beten wir die Sext (ursprünglich um Zwölf, das ist die sechste Stunde) und abends die Vesper, das Abendgebet. Der Tag wird abgeschlossen- sozusagen komplettiert- durch das Nachtgebet, die Complet. Alle Stundengebete bestehen aus Psalmen, einer Schriftlesung und einem Gebetsteil. Dabei wird alles entweder von einzelnen oder von allen gemeinsam gesungen, selbstverständlich nicht ohne Anleitung und gemeinsames Üben. Höhepunkt des Tages ist ein Sakramentsgottesdienst am Vormittag. Im übrigen- vor allem nachmittags – ist freie Zeit, die man einzeln oder in Gruppen gestalten kann.

Selbstverständlich hat man die Freiheit, von den Gottesdiensten und Stundengebeten fernzubleiben. Schließlich hat jeder auch private oder familiäre Bedürfnisse. Das Alter der Teilnehmer liegt zwischen zwei und fünfundachtzig Jahren. Wir sind also eine mehrere Generationen umspannende Gemeinschaft. Das bedeutet besondere Anforderungen an gegenseitige Rücksichtnahme aber auch gegenseitige Hilfe und Horizonterweiterung.
Solch eine Woche ist nicht Urlaub zum Ausruhen und Faulenzen. Aber es bedeutet Urlaub zum Auftanken, zum Auftanken für Leib und Seele. Einer der Begründer dieser Arbeit hat vor über fünfzig Jahren gesagt: Das ist Urlaub unter Wort und Sakrament. Seitdem haben viele daran teilgenommen und viele bestätigen: Das tut wirklich Leib und Seele gut.

Dr. Friedrich Jacob